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Projekte 22. Mai 2012
 
3 Gynäkologinnen aus der Dritten Welt zu Gast in Mülheim und Oberhausen (April - Juni 2007)

- Inner Wheel und Rotary ermöglichten Internationalen Erfahrungsaustausch -

Der Inner Wheel Club Mülheim an der Ruhr wollte anlässlich seines 10jährigen Geburtstages drei Gynäkologinnen aus Entwicklungsländern zur Fortbildung und Schulung an die Ruhr einladen. Hierzu bedurfte es der Bündelung von Kräften. Gemeinsam mit den drei Mülheimer und den beiden Oberhausener Rotaryclubs wurde die Idee umgesetzt.

Seit vielen Jahren wird die Stärkung der Dritten Welt durch Hilfe zur Selbsthilfe, insbesondere der Regionen in Afrika gefordert. Die Politik stützt zwar mit Entwicklungshilfe-Projekten viele Maßnahmen. Der derzeitige G8 Gipfel zeigt jedoch, wie schwierig es einerseits und notwendig es andererseits ist, geeignete Maßnahmen umzusetzen.

Mit Hilfe der Rotarian Action Group for Population and Development, wollte Inner Wheel seine Projektidee umsetzen. Spontan fand der Club die Zustimmung und Unterstützung der 5 Rotary Clubs in Mülheim und Oberhausen und auch die Hilfe von vier Krankenhäusern.

Von April bis Juni 2007 wurde drei Gynäkologinnen aus sich entwickelnden Ländern Gelegenheit geben, sich an örtlichen Krankenhäusern weiterzubilden.

Gruppe von ÄrztinnenFrau Dr. Veronica Nkwenti
aus Kamerun arbeitet im Provinz-Krankenhaus in Garoua und ist Koordinatorin für die dort im letzten Jahr angelaufene Fistula Campagne.

Frau Dr. Pattaya Hengrasmee
kommt aus Thailand von der Mahidol Klinik in Bangkok. Ihr spezielles Interesse liegt in der endoskopischen Chirurgie.

Frau Dr. Dorothy Anikwe
aus Nigeria lebt in Independence Layout im Staat Enugu und ist am Enugu State University Teaching Hospital beschäftigt. Neben ihrer Tätigkeit als Gynäkologin kümmert sie sich auch um die Kinder-Intensivstation und das Kinder „out patient“-Programm.

Die Chefärzte der Gynäkologischen Abteilungen des EK-Mülheim, des EK-Oberhausen, des St. Johannes-Hospitals in Duisburg und der Städtischen Kliniken Duisburg haben sich bereit erklärt, dieses Projekt zu unterstützen, indem sie die Gynäkologinnen als Gastärzte in den Klinikalltag einbinden und diese so Gelegenheit haben, unter fachlicher Aufsicht Erfahrungen zu sammeln, um dann nach ihrer Rückkehr in ihre Heimatländer als Multiplikatoren vor Ort fungieren zu können.

Ziel dieses Projektes war es,
  • die Weiterbildung der Ärztinnen, aber auch
  • die Unterstützung des Austausches zwischen den Kulturen,
  • gegenseitiges Kennenlernen, um auch später gezielt Unterstützung leisten zu können
  • die Diskussion um das Problem, Weltbevölkerung zu fördern undinternationale Verständigung und Gastfreundschaft
im Sinne der weltweiten Serviceorganisationen von Rotary International und International Inner Wheel.

Damit das Heimweh in den drei Monaten nicht zu groß wurde, kümmerten sich die Rotary Clubs und der Inner Wheel Club um das persönliche Wohlergehen der drei Ärztinnen an den Wochenenden. Dabei standen die „Tour de Ruhr“ genauso auf dem Programm, wie die Dülmener Wildpferde, ein Besuch der Oper oder gemütliches Grillen im Garten. Wichtig war und ist den 6 Service-Clubs der persönliche Kontakt und Austausch, denn es gibt auf beiden Seiten viel zu lernen.

Darüber hinaus wurde ein Seminar unter Leitung von Herrn Dr. Schell (Rotary Club Bad Neuenahr-Ahrweiler) über Bevölkerungswachstum, nachhaltige Bevölkerungsentwicklung und Familienplanung durchgeführt.

Mit dem Ende des Projektes, Mitte Juni 2007 zeigt sich, die Idee und der Weg war für alle Beteiligten zwar Neuland, aber das Ziel wurde erreicht und das für alle positive Ergebnis ist entscheidend.


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