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Basisinformationen 22. Mai 2012
 
Rotary - Erklärung des Zentralvorstands von Rotary International (August 1999)

Bevölkerungswachstum kann das Fundament eines wohlhabenden Gemeinwesens sein, wenn es mit einer ausreichenden landwirtschaftlichen Produktion und guten Bildungschancen für alle einhergeht und wenn eine starke Nachfrage nach Arbeitskräften besteht. Wo jedoch die Wachstumsrate die Fähigkeit der Wirtschaft übersteigt, die Bevölkerung zu ernähren und auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren, ist nicht mehr Wohlstand für alle die Folge, sondern eine abwärtsweisende Spirale von wachsender Armut, unzureichender Versorgung, Gewalt in den Städten und Umweltzerstörung. Arme sind davon am härtesten betroffen.

Nachhaltige Entwicklung, die Erhaltung der Umwelt und die Lebensqualität aller Menschen, besonders der kommenden Generationen, sind abhängig vom Wachstum der Bevölkerung. Die derzeitigen weltweiten Geburtenraten und die höhere Lebenserwartung führen zu einem beschleunigten Bevölkerungswachstum und damit zu einer weiter ansteigenden Belastung der nicht erneuerbaren Ressourcen. Mit Projekten wie dem Kampf gegen den Hunger, Fürsorge für Ältere , AIDS-Bekämpfung, Alphabetisierung sowie Umweltschutz haben Rotary Clubs bereits damit begonnen, das Problem Weltbevölkerungswachstum anzugehen, direkt wie indirekt.

Rotary International ermuntert Clubs und Distrikte dazu, in Entwicklungsländern zusammen mit Regierungen, Nichtregierungsorganisationen (NGO) und lokalen Behörden das Problembewusstsein zu wecken und mehr Projekte durchzuführen, die direkt auf das Weltbevölkerungswachstum und eine nachhaltige Entwicklung einwirken. Dazu zählen: Aufklärung über die Bevölkerungsproblematik, Zugang zur Gesundheitsvorsorge für Familien und Informationen über richtige Ernährung. Solche Projekte sollen den Einzelnen in die Lage versetzen, selbstverantwortlich Entscheidungen z.B. zur Familienplanung (Child Spacing) zu treffen, die nicht im Widerspruch stehen zu seinen kulturellen und religiösen Wertvorstellungen.

Schwerpunkte
Der Zentralvorstand hält Projekte zum Themenkomplex „Weltbevölkerungswachstum und Nachhaltige Entwicklung“ in folgenden Schlüsselbereichen für besonders sinnvoll:

  • Schulbildung, vor allem für Mädchen, Heranwachsende, Mütter
  • Ältere Menschen
  • Umweltschutz (Wasser, Luft, Flora und Fauna)
  • Sanitäre Anlagen und Hygiene
  • Gesundheitsvorsorge (besonders für Familien)
  • Ernährung
  • Gefährdete Kinder und Jugendliche
  • Berufsausbildung und Beschäftigung
  • Alphabetisierung
  • Kleinkredite für Frauen, Bauern, Handwerker u.a.
Leitlinien für Projekte
Der Zentralvorstand empfiehlt alle Projekte an folgenden Leitlinien auszurichten. Sie sollten

  • auf einem Hilfegesuch einer Bevölkerungsgruppe basieren
  • auf den kulturellen Werten dieser Gemeinschaft aufbauen
  • ausschliesslich freiwillige Familienplanung fördern, ohne jeden Zwang zur Geburtenkontrolle
  • die Rechte aller Beteiligten respektieren, insbesondere die Entscheidungsfreiheit jedes Einzelnen


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