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Basisinformationen |
22. Mai 2012 |
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ICPD+5 - Internationales Forum von Den Haag (Februar 1999)
Den Haag, 8. bis 12. Februar 1999
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Schlußbericht
Bericht des Internationalen Forums für die Überprüfung und Beurteilung der Umsetzung des Aktionsprogramms der Weltbevölkerungskonferenz (ICPD 1994)
Nafis Sadik vor Schlußversammlung: Den Haager Forum beweist Funktionsfähigkeit des ICPD-Aktionsprogramms Den Haag, 12. Februar – "Wir haben uns und der Welt gezeigt, daß das ICPD-Aktionsprogramm weit mehr als nur ein Stück Papier ist. Wir haben bewiesen, daß es funktioniert", erklärte heute Dr. Navis Sadik, die Exekutivdirektorin des UN-Bevölkerungsfonds UNFPA vor den Delegierten des Den Haager Forums. "In allen unseren Ländern sind Maßnahmen angelaufen, um das Programm Wirklichkeit werden zu lassen; und in vielen Ländern geht die Umsetzung sehr schnell voran."
Forum von Den Haag: Private Stiftungen haben Unterstützung für Programme der Reproduktiven Gesundheit erhöht Den Haag, 12. Februar – "Der private Sektor spielt eine immer bedeutendere Rolle bei der Unterstützung von Gesundheits- und Bevölkerungsprogrammen", erklärte die Stellvertretende US-Ministerin für Bevölkerung, Flüchtlinge und Einwanderung, Julia Taft, am Donnerstag auf dem Forum von Den Haag. Seit 1994 hätten allein Stiftungen in den Vereinigten Staaten ihre finanzielle Unterstützung solcher Programme mehr als verdoppelt, in diesem Jahr lägen die Zuwendungen bei über $ 240 Millionen. Die Regierung der Vereinigten Staaten hoffe ihrerseits, dem UN-Bevölkerungsfond im Geschäftsjahr 2000 mit $ 25 Millionen unterstützen zu können und wolle $ 400 Millionen für bilaterale Programme der Familienplanung und Reproduktiven Gesundheit sowie fast $ 170 Millionen für HIV/AIDS-Programme und Gesundheitsvorsorge für Mütter ausgeben.
"Im heutigen Afrika, und besonders in Sambia, sehen wir uns einem Dritten Weltkrieg gegenüber, einem Krieg gegen Armut und Krankheit." Godfrey Simasiku, Sambias Stellvertretender Minister für Finanzen und Wirtschaftliche Entwicklung
Entwicklungsländer verlangen mehr Unterstützung für Programme der Reproduktiven Gesundheit Den Haag, 11. Februar – Die Entwicklungsländer unternähmen wichtige Schritte zur Förderung von Reproduktiver Gesundheit und Gleichberechtigung, wie auf der Kairoer Weltbevölkerungskonferenz 1994 gefordert, benötigten aber größere Unterstützung durch die reicheren Länder, um ihre Programme implementieren zu können, sagten am Mittwoch viele Redner auf dem Den Haager Forum.
Weltbank erklärt Unterstützung für Gesundheitsdienste und Verbesserung der Stellung der Frau Den Haag, 10. Februar – Die Weltbank sei dabei, ihre Verwaltungs- und Verleihprozesse zu optimieren, um effektiver auf die sich schnell verändernde Weltwirtschaftslage reagieren und die Reproduktive Gesundheit fördern zu können, erklärte am Dienstag der Direktor ihres Instituts für Wirtschaftliche Entwicklung, Vinod Thomas.
"Frauen müssen Zugang zu professioneller Geburtshilfe haben und in der Lage sein, Hilfszentren zu erreichen. Die Methoden, um hier Todesfälle zu vermeiden, sind einfach und preiswert, also gibt es keine Entschuldigung dafür, nicht zu handeln." Gro Harlem Brundtland, Exekutivdirektorin der Weltgesundheitsorganisation WHO
Hillary Clinton bekräftigt Unterstützung für internationale Programme der reproduktiven Gesundheit Dies sei nicht die Zeit für Kürzungen, erklärte die First Lady Den Haag, 9. Februar – "Wenn jedes Jahr noch immer 600.000 Frauen bei Schwangerschaft und Geburt sterben, ist das nicht die Zeit, um unsere Verpflichtungen in Sachen Familienplanung einzuschränken", erklärte die First Lady der Vereinigten Staaten, Hillary Clinton, heute auf einem Treffen zu Weltbevölkerungswachstum und Nachhaltige Entwicklung.
"In die Ausbildung von Mädchen und Frauen zu investieren, ist der beste Rat, den man geben kann, denn so wird die Müttersterblichkeit reduziert, und später mögliche soziale Probleme werden vermindert." Carol Bellamy, Exekutivdirektorin des Kinderhilfswerkes UNICEF
Politischer Wille und Ressourcen für weitere Fortschritte bei Reproduktiver Gesundheit nötig Den Haag, 9. Februar – Überall auf der Welt würden die Angebote rund um die Reproduktive Gesundheit verbessert, aber man benötige größere Ressourcen, um besonders für die Armen den Zugang zu diesen Diensten zu verbessern, erfuhren gestern Nachmittag die Delegierten des Den Haager Forums, das zusammengekommen ist, um die praktischen Ergebnisse des Aktionsprogramms der Weltbevölkerungskonferenz ICPD zu prüfen. Per Akklamation wählte die Versammlung Nicolaas Biegmann, den niederländischen Nato-Botschafter, eine zentrale Figur auf der ICPD, zu ihrem Vorsitzenden. "…bei diesem Nachfolgegipfel zu Kairo geht es nicht um ein Papier, Pläne oder Strategien. Es geht um den Umgang mit Menschen, die echte Bedürfnisse haben." Louise Fréchette, Stellvertretende Generalsekretärin der UN
Forum zur Überprüfung des weltweiten Fortschritts bei Reproduktiver Gesundheit und Gleichberechtigung in Den Haag eröffnet Den Haag, 8. Februar – Das Den Haager Forum zur Überprüfung des Aktionsprogramms der Weltbevölkerungskonferenz wurde heute von der Exekutivdirektorin des UN-Bevölkerungsfonds, Dr. Nafis Sadik, eröffnet. Die Konferenz dauert vom 8. bis zum 12. Februar. Weitere Redner bei der Eröffnungszeremonie waren der Premierminister von Tonga, der niederländische Entwicklungsminister, die First Ladies von Ghana und El Salvador sowie die stellvertretende Generalsekretärin der Vereinten Nationen. Bis zum Freitag werden Erklärungen von rund 250 Delegationen und Organisationen erwartet. (Weiter) Dr. Nafis Sadik, Exekutivdirektorin des UN-Bevölkerungsfonds UNFPA "Es gibt da diese Redensart, man brauche ein Dorf, aber um seine Aufgabe erfüllen zu können, muß dieses Dorf voller gesunder und gebildeter Menschen sein. So werden wir die Zukunft sichern." Als Beitrag zu "ICPD+5", sozusagen der "Ergebnisprüfung" für den Weltbevölkerungsgipfel 1994, hat der UN-Bevölkerungsfond eine Reihe von Gesprächsrunden und Fachtreffen organisiert, an denen viele UNFPA-Partner teilgenommen haben: Programm- und Geberländer, UN-System und Vertreter der Bevölkerung, darunter Nichtregierungsorganisationen und der private Sektor. Die Ergebnisse dieser Veranstaltungen, d.h. die Bewertung von Fortschritten und Problemen bei der Umsetzung des Aktionsprogramms, wurden vom 8. – 12. Februar 1999 auf einem internationalen Forum in Den Haag, Niederlande, diskutiert. Das Den Haager Forum vermittelte handlungsorientierte Perspektiven, um dem UN-Bevölkerungsfond Wege für die weitere Umsetzung des ICPD-Aktionsprogramms aufzuzeigen. Ergebnis und Schlußfolgerungen des Forums werden in den Bericht des UN-Generalsekretärs / der Sondersitzung eingehen; dieser Bericht wird auch auf dem Treffen des Vorbereitungskomitees für die Sondersitzung (24. – 31. März) thematisiert. Das Den Haager Forum konzentrierte sich auf fünf wesentliche Themen und beurteilte die bisherigen Erfahrungen mit der Umsetzung des Aktionsprogramms auf Landesebene. Die fünf Themen waren: 1.) die Schaffung eines förderlichen Umfelds für die weitere Umsetzung des Aktionsprogramms der Weltbevölkerungskonferenz, 2.) Reproduktive Gesundheit einschließlich Familienplanung und Sexualgesundheit, sowie Reproduktive Rechte, 3. Gleichberechtigung der Geschlechter, Fairness und die Verbesserung der Lage und des Status’ der Frauen, 4.) die Stärkung von Partnerschaften, und 5.) Ressourcen und Finanzierung für die Umsetzung des Aktionsprogramms. Zum Den Haager Forum hat der UNFPA ein Hintergrundpapier zusammengestellt mit dem Titel "A Five-Year Review of Progress Towards the Implementation of the Programme of Action of the International Conference on Population and Development" (dt. etwa: "Erfolgskontrolle für die Umsetzung des Aktionsprogramms fünf Jahre nach der Weltbevölkerungskonferenz"). Das Papier enthält die Ergebnisse und Erkenntnisse aus den Gesprächsrunden und Fachtreffen, die Ergebnisse aus den von den UN-Regionalkommissionen organisierten Beratungen, Antworten auf eine weltweite Vor-Ort-Umfrage, die UNFPA Mitte 1998 durchgeführt hat, sowie Fortschrittsberichte von Sonderagenturen der UN und anderen Organisationen der Vereinten Nationen. Das Papier zeigt auf, welche Maßnahmen in den oben genannten fünf Themenbereichen noch ergriffen werden müssen und gilt als das wichtigste Dokument vor dem Den Haager Forum. Ziele des Forums von Den Haag waren
- der internationalen Gemeinschaft eine Diskussionsplattform zu bieten – für die Erfahrungen und Erkenntnisse, die Regierungen, internationale und regionale Organisationen sowie die Bevölkerung bei der Umsetzung des
- Aktionsprogramms in ihren Ländern gemacht haben, die Bereitstellung wertvoller Fachinformationen für die Sondersitzung der Generalversammlung,
- und schließlich die Zusammenkunft von ICPD-Staaten, anderen interessierten Ländern, Parlamentariern, UN-Partnern, der Medien und Vertretern der Bevölkerung, darunter Nichtregierungsorganisationen und Jugend, um die Verpflichtung für Weltbevölkerungswachstum und Nachhaltige Entwicklung erneut in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken.
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