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22. Februar 2012 |
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Integration von Familienplanung und Müttergesundheit
Immer noch sterben jedes Jahr über 350.000 Frauen und Mädchen weltweit aufgrund von Schwangerschaft und Geburt. Die meisten dieser Todesfälle sind Resultat ungewollter Schwangerschaften und damit vermeidbar.
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Untersuchungen des Population Reference Bureau zeigen, dass 215 Millionen Frauen weltweit ein gesicherter Zugang zu Methoden der Familienplanung fehlt – mit schlimmen Folgen für Mutter und Kind. Seit die Staatengemeinschaft dem MDG 5 „Verbesserung der Gesundheit von Müttern“ das MDG 5B „Verwirklichung des allgemeinen Zugang zu reproduktiver Gesundheit“ hinzugefügt hat, ist die Verknüpfung von Familienplanung und Müttergesundheit international bewusster und wird vermehrt aufgegriffen und gefördert. Dies tut auch die deutsche Regierung in ihrer Initiative „Selbstbestimmte Familienplanung und Müttergesundheit“, deren Ziele die Steigerung von Wissen und Akzeptanz moderner Familienplanungsmethoden, der Verbesserung des Zugangs zu diesen und die Erhöhung medizinisch begleiteter Geburten sind (www.bmz.de).
In dem von RFPD Deutschland initiierten und unterstützten Müttergesundheitsprojekt 2005-2010 wurde die Integration von Familienplanung und Müttergesundheit bereits umgesetzt und soll im Nachfolgeprojekt (Scaling up) weiter intensiviert werden. Der im Pilotprojekt entwickelte erfolgreiche Ansatz passt genau in die neue Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ), das sich daher auch zu einer groß-zügigen Förderung des Nachfolgeprojekts entschloss. Die Integration von Familienplanungsdiensten und allgemeinen Diensten zur Förderung der Mütter- und Kindergesundheit hat viele Vorteile (Population Reference Bureau, http://www.prb.org/Publications/PolicyBriefs/familyplanning-maternal-child-health.aspx):
• Viele Frauen können so den Abstand zwischen Schwangerschaften vergrößern und damit ihr Leben und das von fast einer Million Säuglingen jährlich retten.
• Auch die Gesundheits- und Sozialsysteme der Entwicklungsländer werden deutlich entlastet, wenn auf diese Weise Risiken durch Schwangerschaft und Geburt minimiert werden, die sonst oftmals zu Behinderungen oder sogar zum Tod von Mutter und Kind führen würden.
• Diese Integration verschiedener Gesundheitsdienste ist besonders effizient und kostengünstig, da alles an einem Ort und von dem vorhandenen Gesundheitspersonal angeboten werden kann.
• Gerade in infrastrukturell schwachen Regionen können Frauen so viel Zeit und Geld sparen, wenn sie verschiedene Gesundheitsdienstleistungen in einem Besuch wahrnehmen können. Die gewonnene Zeit kann in Arbeit investiert werden und sorgt so für wirtschaftliches Wachstum und Senkung der Armut.
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