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Ausländische Aktivitäten |
22. Mai 2012 |
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Die Entwicklung der Rotarian Action Group
for Population & Development (RFPD) – ein Rückblick
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1994 Internationale Bevölkerungskonferenz -ICPD-
In diesem Jahr begann mit der UN-Konferenz in Kairo zum Thema "Entwicklung der Weltbevölkerung" auch für Rotary International die intensive Beschäftigung mit diesem komplexen, für die Zukunft unserer Welt wichtigen Problems. Über 180 Nationen nahmen an diesem Forum teil, dessen erklärtes Ziel war, das Problem des explodierenden Bevölkerungswachstums zu analysieren und Strategien zu entwickeln, dieser Entwicklung wirkungsvoll zu begegnen. Rotary International wurde auf dieser Konferenz von Past Director Umberto Laffi aus Italien vertreten.
Zu folgenden Zielen erzielten die Teilnehmer aller in Kairo vertretenen Nationen Übereinstimmung:
- Familienplanungs- und –gesundheitsprogramme weiter zu entwickeln und regional auszudehnen,
- Strategien im Feld der Familienplanung stärker mit Programmen der ökonomischen Entwicklung zu verzahnen,
- Den Status der Frauen weltweit zu verbessern,
- Programme in der Bevölkerungsentwicklung mit den Themen „Umwelt und nachhaltige Entwicklung“ zu verzahnen,
- Programme zur Förderung der Gesundheit und Erziehung der Kinder, vor allem der Mädchen, finanziell besser auszustatten,
- Die Verantwortung der Männer im Bereich Sexualität, Zeugung und Elternschaft stärker zu betonen.
Zu Beginn 1994 beschliessen die damaligen Incoming Governors Emmanuel Adedolapo Lufadeju, Distrikt 9120, und Robert Zinser, Distrikt 1860, bei ihrer Schulung während der RI Versammlung in USA, ein Projekt "Child Spacing and Family Health" in Nigeria durchzuführen.
1995 Die Trustees der Rotary Foundation
Die Rotary Foundation formulierte die Erwartung, dass das Thema der Bevölkerungs- entwicklung ein wichtiges Feld rotarischer Aktivitäten im humanitären Bereich werde. Von diesem Zeitpunkt an unterstützt und fördert die Foundation Projekte der Rotary-Clubs weltweit in diesem Bereich. Konkret entwickelt und vorgestellt wurde das
Rotary Peace Program on Population & Development
Am 11. Mai 1995 versammelten sich 300 Rotarier aus aller Welt zu einer Konferenz in Dakar, Senegal. Das Treffen wurde organisiert von den PDGs Buck Lindsay und David Stovall vom Distrikt 6910 in den USA sowie PDG Allasane Mar und Amadou Nam vom Distrikt 9100 im Senegal. An der Konferenz nahmen die Governors Adedolapo Lufadeju, Distrikt 9120, und Robert Zinser, Distrikt 1860, teil.
Zu dieser Zeit begann ihr Pilotprojekt "Verantwortete Elternschaft und Gesunde Familien" im Staat Kaduna/Nigeria mit dem Projektbetrag DM 815.000, zu dem die Rotary Foundation Matching Grants von DM 100.000 und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eine Zuwendung von DM 615.000 gewährte.
Die Teilnehmer der Konferenz diskutierten Möglichkeiten und Wege für Rotary International, sich mit der Herausforderung der globalen Bevölkerungsexplosion wirkungsvoll auseinanderzusetzen. Aus dieser Konferenz entwickelte sich
1996 International Fellowship on Population & Development of Rotary International (IFP&D)
Die Teilnehmer des Dakar-Forums suchten nach Wegen, den Dialog über die globale Bevölkerungsentwicklung innerhalb Rotarys zu institutionalisieren; im Februar 1996 erhielt die RIFP&D den offziellen Status einer der insgesamt 75 rotarischen Fellowships.
Innerhalb von nur 3 Jahren wurde RIFP&D zur grössten Fellowship mit weltweit über 12.000 Mitgliedern und Landesorganisationen in über 55 Ländern. Die Chairmen in den einzelnen Landesorganisationen vertreten ihr Land in der internationalen Organisation; sie fördern die Anliegen der RIFP&D in ihrer Region.
Erfolge in dieser Zeit waren u.a.
- die erfolgreiche Abwicklung einer Reihe von "World Community Service"-Projekten,
- die sich in Ausstellungen, Ständen und Aktionen manifestierende aktive Teilnahme der Fellowship an 4 Jahreskonventen von Rotary International,
- gemeinsame Konferenzen mit der United Nations Population Fund (UNFPA) in den Jahren 1997 und 1999 in New York mit Vertretern der Rotary-Zentrale und des leitenden Direktors der UNFPA,Frau Dr. Nafis Sadik,
- die Entwicklung der Mitgliederzahl auf 1,5% aller Rotarier weltweit, das sind 18.000 in mehr als 60 Ländern.
1998 Council on Legislation, Neu Delhi, Indien, Januar 1998
Im Januar des Jahres 1998 wurde in New Delhi, Indien, der Grundstein für die Verankerung dieses neuen Service-Bereichs bei Rotary gelegt: Mit überwältigender Mehrheit konstatierte der Council, die oberste legislative Autorität von Rotary International, dass das Thema der globalen Bevölkerungsentwicklung eine der wichtigen Aufgaben für Rotarys Gegenwart und Zukunft sein muss. RI President Jim Lacy berief im Dezember 1998 ein Ad Hoc Committee "Global Challenges on Human Development", in das Robert Zinser, Distrikt 1860, als Vertreter Europas und der RIFPD berufen wurde.
1999-2000 Committee on Population Growth & Development
Am 1.Juli 1999 wurde dieses Komitee durch RI President Carlo Ravizza eingesetzt; den Vorsitz übernahm Robert Scott aus Canada, Past RI Vice President. Robert Zinser, Distrikt 1860, vertrat wiederum Europa und RIFPD.
1999 RI Statement on Population Growth and Development
Am 27. August desselben Jahres veröffentlichte das Direktorium von Rotary International eine offizielle Verlautbarung, in dem „Population & Development“ als ein offiziell unterstütztes Aktivitätsfeld im Bereich der Gemeindienstaufgaben genannt wird. In diesem Dokument werden Ziele und Richtlinien für die angemessene Durchführung von entsprechenden Projekten ausgeführt.
1999 Rotarian Initiative for Population & Development (RIFPD)
Weiter wurde in diesem Meeting der bis dahin etablierte Status als einer "Fellowship" geändert, weil die IFPD weder Berufs- noch Freizeit-orientierter Zusammenschluss von Rotariern war noch sein wollte. Die IFPD startete neu – unter im übrigen unveränderten Vorzeichen und Bedingungen und mit identischenen Ziel – als rotarische Initiative (RIFPD).
2000-2001 Population and Development Steering Committee
Am 1. Juli 2000 wurde dieses Komitee von RI President Frank Devlyn anstelle des "Committee on Population Growth & Development" eingesetzt. Ziel und Aufgabe dieses unter der Leitung von Past RI Director William Cadwallader arbeitenden Gremiums war es, die weltweiten Aktivitäten im Bereich der Bevölkerungsentwicklung zu koordinieren und konkrete Hilfe bei Projekten zu geben. RI berief in dieses Committee RIFPD-Chairman Adedolapo Lufadeju, RIFPD-Vicechairman Robert Zinser und RIFPD-Secretary Buck Lindsay.
2000-2001 Rotary International Task Force on Population and Development
Ebenso am 1. Juli des Jahres wurde unter der Leitung von President Frank Devlyn diese Arbeitsgruppe mit zwei Hauptaufgaben ins Leben gerufen:
- das Bewusstsein innerhalb von Rotary International zum Themenkomplex Weltbevölkerung, Umwelt und nachhaltige Entwicklung entwickeln und zu stärken sowie Schlüsselprojekte zu initiieren,
- Clubs wie Distrikte anzuhalten, so umfassend und intensiv wie möglich mit Regierungen, regionalen und lokalen öffentlichen Verwaltungen wie auch mit NGOs mit dem Ziel zusammenzuarbeiten, das Problembewusstsein über die Fragen der Weltbevölkerungsentwicklung zu schärfen und damit zu einer wachsenden Zahl von einschlägigen Projekten beizutragen. Diese Projekte befassen sich im wesentlichen mit der Erziehung im Bereich der Bevölkerungsentwicklung, mit einschlägiger Gesundheitsfürsorge, angemessener Ernährungsversorgung und mit der Information über die Möglichkeiten individueller Familienplanung im Rahmen persönlicher im Umfeld der sozialen, kulturellen und religiösen Werte des Lebensraumes.
2001 Memorandum of Cooperation zwischen Rotary International und United Nations Population Fund (UNFPA)
Nach Abschluss eines "Memorandum of Understanding" bei der Bevölkerungskonferenz in Zürich im Juli 2000 unterzeichneten am 06. Juni 2001 der Präsident von Rotary International, Frank Devlyn, und die Executive Direktorin von UNFPA, Thoraya Obaid, das "Memorandum of Cooperation". Danach arbeiten beide Organisationen in Bevölkerungsfragen zusammen. Sie fördern weltweit die Bewusstseinsbildung über die sozialen, wirtschaftlichen und Umweltbedingten Implikationen des Bevölkerungswachstums und die daraus resultierenden Herausforderungen. RI und UNFPA kooperieren bei Projekten, mit denen Herausforderungen begegnet wird, die mit dem Weltbevölkerungswachstum verbunden sind, das jährlich 77 Millionen beträgt und besonders in den ärmsten Ländern stattfindet. 2002 Rotarian Fellowship for Population & Development (RFPD)
Im Oktober 2002 hat der Zentralvorstand von Rotary International (Board of Directors) RIFPD wieder als R.I.-Fellowship offiziell anerkannt. Das bedeutet eine entscheidende Aufwertung, was unter anderem an der Aufnahme unserer nunmehr "Rotarian Fellowship for Population & Development (RFPD)" benannten Gruppe in das Official Directory abzulesen ist.
Künftig gibt es noch viele Herausforderungen, jedoch:
- Der Gesetzgebende Rat Rotarys hat im Januar 1998 in Neu Delhi RI aufgefordert, bei Bevölkerungsfragen zu handeln;
- Der RI Zentralvorstand hat im August 1999 eine Erklärung zu Bevölkerungsfragen veröffentlicht;
- RI hat zur gleichen Zeit „Bevölkerungsfragen“ in das "Menu of Services" aufgenommen, mit dem den Distrikten und Clubs zehn Programme besonders empfohlen werden;
- Die Trustees der Rotary Foundation haben im Oktober 1999 ein 3-H-Projekt "Child Spacing, Family Health and Aids Education" in Nordnigeria mit einer Zuwendung von USD 500.000 genehmigt. Die US Packard Stiftung hat dieses Projekt mit USD 1,2 Millionen ko-finanziert;
- Die RI-UNFPA Bevölkerungskonferenzen in Zürich, Delhi und Brasilia haben die Notwendigkeit für entsprechende Rotary-Projekte aufgezeigt;
- RI wirbt mit einem Faltblatt für die Bewusstseinsbildung über Bevölkerungsfragen und für Familienplanungsprojekte;
- Die Trustees der Rotary Foundation beschlossen Richtlinien für förderungswürdige Bevölkerungsprojekte, die Matching Grants erhalten;
- Das von Rotary International mit dem United Nations Population Fund (UNFPA) abgeschlossene Memorandum of Cooperation hat die Zusammenarbeit zur Stabilisierung des Weltbevölkerungswachstums und zur Erzielung einer nachhaltigen Entwicklung festgeschrieben.
Diese erfolgreiche Arbeit muss fortgeführt werden.
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