Die Antwort ist ganz einfach: es geht darum, anhand der
Analyse von Vorurteilen und Tugenden „Brückenköpfe“ der Fremd- und
Eigenwahrnehmung zu installieren, um von dort aus tatsächliche Brücken in
andere Kulturen und Länder zu schlagen und diese zu verstehen. Denn egal, ob
aus Ostfriesland oder Indien kommend, man muss zuerst sich selbst erkennen,
bevor man in der Lage ist, kulturelle Unterschiede zu würdigen und diesen
angemessen zu begegnen. Diese und weitere spannende Erkenntnisse konnten die
ca. 40 Teilnehmer der diesjährigen 4. RFPD-Akademie, die vom 18. – 20. Februar
2011 in Bremen stattfand, gemeinsam mit dem Trainer Janik Kühn von der
Universität Bielefeld erarbeiten. Die bunte Mischung aus Rotaractern aus 13
Distrikten, Rotariern, einer Rotexerin und 2 Damen von Inner Wheel trug dazu bei,
das auch vom rotarischen Jahresmotto inspirierte Grundthema der Akademie„Internationale Kompetenz“ zielführendund umfassend, teilweise aber auch
humoristisch, ja gar kabarettverdächtig, zu verfolgen. Ein begeisternder
Vortrag von Robert Zinser zu den Möglichkeiten der RFPD-Projekte zur
Müttergesundheit im Rahmen des Future-Vision-Plans von RI, eine praxisnahe
Schilderung von möglichen Reibungspunkten unserer Kultur etwa mit dem Islam von
der Rotariern Barbara Weber-Carstanjen, die ausführliche Erläuterung der
Bedeutung von RFPD für die Generation der Rotaracter von Paul-Werner von der
Schulenburg, eine Einweisung in die Möglichkeiten für ein rotaractisches
Engagement in den Länderausschüssen von Dr. Günther König und die anschauliche
Präsentation des neusten RPFD-Projekts des RAC Heilbronn in Cairo durch Linda
Sigloch sowie das Aufzeigen von möglichen Hilfestellungen des Fördervereins
seitens Lucas Corzilius rundeten die internationale Erfahrung des Wochenendes
ab.
Durch die Integration der Akademie in die Distriktkonferenz
des Distriktes 1850 am Sonntag bestand für die Besucher der DisKo die
Möglichkeit, zusätzlich zu ihrer Konferenz das Themengebiet RFPD kennenzulernen
und mitzudiskutieren. Das anschließende Treffen der potenziellen Distriktbotschafter
von RFPD war vielversprechend und wird helfen, Ansprechpartner in Sachen RFPD
ortsnah zu installieren – wir halten Euch auf dem Laufenden. Das Ziel des
Botschafternetzwerks ist, RFPD bei Rotaract in Deutschland auf eine breite
Basis zu heben und dadurch den Anspruch an die eigene Professionalität zu
erhöhen.
Ein ganz herzliches Dankeschön geht an den RAC Bremen,
insbesondere an Andrea Hamann, und den Distrikt 1850 mit DRR Kim Grüttner, die
geholfen haben, die Rahmenbedingungen für die Akademie vor Ort zu optimieren
und uns gastfreundlichst Willkommen geheißen haben.
Für uns als Eure RFPD-Beauftragten war es eine begeisternde
Erfahrung, mit so vielen interessierten Rotaractern zusammenzukommen, Euch
besser kennenzulernen und Euch – teilweise erstmalig – mit RFPD vertraut zu
machen und Euch für RFPD zu begeistern! Wir freuen uns schon auf die 5.
Akademie mit Euch als RFPD-Botschaftern!