Scheck für Münsinger Tafel
3 666 Euro, die Hälfte von insgesamt 7 332 Euro erbrachte die diesjährige 24 Stunden Wanderung für den Tafelladen in Münsingen
Gruppenbild mit Rotariern und Mitarbeitern der Tafel vor den noch fast leeren Regalen. Erst am Vormittag vor dem nächsten Verkauf werden sie wieder frisch aufgefüllt.
Der Scheck,
den eine kleine Abordnung des Clubs an die Mitarbeiter der Münsinger Tafel übergab,
kommt zur rechten Zeit: Im Laden, der seit 7 Jahren zweimal in der Woche 50 bis
60 Personen mit geringem Einkommen hilft, über die Runden zu kommen, sind größere
Umbauten geplant. Sie sollen die Arbeitsabläufe beim Herrichten der
Lebensmittel erleichtern und die Präsentation im Kleiderbereich verbessern.
Der Betrag ist
die Hälfte des Erlöses aus der diesjährigen 24 Stunden Wanderung des Clubs. Die
andere ging - wie schon berichtet- an den Verein Schwäbische Alb-Bahn für sein
Projekt “Württemberger Zug”
Max Keller,
Vorsitzender des Rotary Münsingen Gemeindienst e.V., Schatzmeister Frank Bob
sowie Sekretär Günter Bläsius überbrachten gemeinsam die Spende, passend zur
Weihnachszeit.
Rund 250
Kunden hat Ina Kinkelin-Naegelsbach, die als Leiterin der Diakonischen
Bezirksstelle in Münsingen für den Tafelladen zuständig ist, in ihrer Kartei. Dahinter
verbergen sich vielfach ganze Familien, die buchstäblich vom günstigen Angebot
der Tafel leben.
40
ehrenamtliche Mitarbeiter und zwei 1-Euro-Kräfte machen dies möglich, obwohl es
keinerlei Zuschuss aus der öffentlichen Hand gibt und die Einrichtung sich von
Verkaufserlös und Spenden finanzieren muss. Aus 22 Läden in und um Münsingen herum
sammelt das Fahrerteam die Ware ein, wobei auch für die Tafel eine strenge
Einhaltung der Hygienerichtlinien gilt: Ware mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum
darf nicht mehr verkauft werden.
Das “Kleiderstübchen”,
das Angela Schaefers betreut, bietet eine breite Auswahl an guter und modischer
Second-Hand-Ware für jedermann, aber auch Bücher und Kinderspielzeug.
Mit der
Wirtschaftskrise ist die Anzahl der Kunden gestiegen. Zum Monatsende nimmt die
Anzahl der Besucher regelmäßig ab, denn dann ist “die Haushaltskasse leer”
wissen die Mitarbeiterinnen. Und wenn sie einen Wunsch frei hätten, dann den,
dass es irgendwann einmal keine Münsinger Tafel mehr braucht.