Nach der Begrüßung erzählte uns der Präsident einiges zur Geschichte des Kellers und seiner Einrich-
tung.
Seinerzeit behielten sich die Landesherren (Könige und Kaiser) vor, den Bau von befestigten Anlagen extra zu genehmigen. Damit sollte sicher gestellt werden, dass nur loyale Untertanen eine Burganlage errichten konnten, die in späteren Jahren nicht gegen die Obrigkeit verwendet werden würde.
So erhielten auch „die Stetten“ 1185 die Genehmigung zum Bau der ersten Burganlage, der Vorläuferin des heutigen "Schloss Stetten".
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen entwickelten sich die Burgen samt ihren Inhabern im Laufe der Jahrhunderte nicht immer so, wie seitens der Herrschenden gewünscht.
Im Jahre 1486 wurden deshalb viele Burgen aufgrund des verbreiteten Raubrittertums mit Waffengewalt dem Erdboden gleich gemacht und auch die Stetten mussten für ihre Anlage fürchten.
Sie sandten daher einen Boten zu Kaiser Maximilian und baten, mit Hinweis auf die langjährige Gefolgschaft um Schonung.
Ob dieses Gesuch erhört wurde oder nicht, ist nicht überliefert, aber die kaiserliche Armee zog um Schloss Stetten herum und die Burg blieb erhalten.
Zum Dank dafür pflanzte man eine Esche, welche 1812 durch einen Blitz-
schlag zerstört wurde.
Aus dem mächtigen Stamm entstand ein Balken, der in eine Scheune eingebaut wurde, die ihrerseits wiederum viele Jahre später zusammen-
brach.
Der dicke Balken überlebte jedoch den Einsturz unversehrt und so ent-
schied unser Präsident, wiederum Jahre später, diesen zu einem Tisch umfunktionieren zu lassen. Nach einigen Diskussionen mit der Sägerei wurde dies dann auch in die Tat umgesetzt und der Tisch, wie wir ihn heute sehen, in drei Teilen gefertigt.
Ein Tisch auf dem "Mann" auch ohne Angst haben zu müssen tanzen kann und der auch Bruder Jonas eine solide Basis für seine "Predigt"bot.
"Saludos Amigos"
so begann er mit unserer erlauchten Gesellschaft und ihrer Historie, um sich anschließend mit den Riten der Rotarier und den Fortbewegungs-
mitteln mancher Freunde zu beschäftigen. Gekonnt schlug er den Bogen zu den Berufsfeldern, den Amtsträgern und den einge-fahrenen Sitten. Auch das Thema Frauen im Club sowie andere schwierige Themen streifte er in seinem zwanzig Minuten andauernden Vortrag.
Abschließend fand er auch noch ein paar Worte für ähnlich gerichtete "Selbsthilfegruppen".
Präsident v. Stetten bedankte sich unter großem Applaus bei Bruder Jonas für seine charmant bis bissigen Ausführungen mit einer Flasche
Schwarzen Baron.
Eine gekonnte Fortsetzung einer Veranstaltung, die mit Blick auf das nächste Jahr auch gerne zur Tradition werden dürfte.