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19. Mai 2012
 
Montag, 08. November. 2010





Lauffen - Schule − und was kommt danach?

Unabhängig vom besuchten Schultyp steht jeder junge Mensch irgendwann vor dieser entscheidenden Frage. Gut, wenn man bis dahin schon eine Vorstellung von weiteren Ausbildungsmöglichkeiten hat. Impulse zur Berufsorientierung lieferten in dieser Woche gleich zwei Veranstaltungen in der Hölderlinstadt Lauffen: Zum Berufsinformationsabend des Rotary-Clubs Abstatt-Lauffen waren Schüler des Hölderlingymnasiums eingeladen. Auf der Börse für weiterführende Schulen informierten sich Haupt- und Realschüler aus der gesamten Region über Alternativen zum Ausbildungsplatz.

Berufsbilder "Man sollte der Stimme des Interesses folgen. Hat man Lust am Beruf, bringt man auch gute Leistungen", unterstreicht Hannes Krause, Personalleiter der Firma Schunk im Ausbildungszentrum des Unternehmens. Die Frage "Wie mache ich schnell Geld?", sollte bei der Berufswahl auf keinen Fall im Vordergrund stehen, erklärt der Personalleiter den rund 70 Schülern der Jahrgangsstufe 1 des Hölderlin-Gymnasiums.

Nachdem Krause einen Überblick über die Auswahlkriterien der Firma bei Bewerbungen für ein duales Hochschulstudium darlegte, konnten sich die jungen Gäste bei den rund 30 RC-Mitgliedern und eingeladenen Berufsvertretern verschiedener Institutionen über Berufsbilder etwa in Industrie, Handel, Betriebswirtschaft, Jura oder Medizin informieren.

"Im Ingenieurwesen gibt es vielfältige Bereiche wie Export, Einkauf oder Logistik bei ganz unterschiedlichen Firmen", gibt Samuel Härer seine eigenen Erfahrungen an Emma Weeber weiter. "Eine wichtige Voraussetzung ist, dass man gerne tüftelt und wissen will, wie und warum etwas funktioniert", so Härer. Für die 16-jährige Emma ist ein solcher Beruf durchaus vorstellbar, schließlich habe sie schon als Kind gemeinsam mit dem Vater Platinen bestückt. "Wie sieht denn der Arbeitstag eines Ingenieur aus?", möchte die Schülerin noch wissen und erfährt, dass man nicht nur am Schreibtisch sitzt. "Das direkte Gespräch mit den Berufsvertretern ist für unsere Schüler sehr wertvoll", lobt Schulleiter Edgar Schneiders.

Fachrichtungen Großer Andrang herrscht in der Lauffener Stadthalle: Die Chance, sich bei allen zwölf Berufsfachschulen, beruflichen Gymnasien und Berufskollegs im Stadt- und Landkreis über Weiterbildungsmöglichkeiten nach dem Abgang von Haupt- oder Realschule zu informieren, stößt auf positive Resonanz. "Man bekommt einen Überblick über die verschiedenen Fachrichtungen", weiß Johannes Schäffer die Börse für weiterführende Schulen zu schätzen. "Wichtig sind zudem die Informationen über die Voraussetzungen, um an den Schulen aufgenommen zu werden."

Sein Sohn Jonas ist zwar erst in der neunten Realschulklasse, "aber da auch der Notendurchschnitt entscheidend ist, kann man sich schon jetzt darauf einstellen," so der 14-Jährige. In die technisch-handwerkliche Richtung soll es beruflich gehen, und so nimmt der Schüler schon jetzt die Gelegenheit wahr, sich an den Informationsständen im persönlichen Gespräch umfassend über die angebotenen Schwerpunkte der öffentlichen und privaten Schulen zu informieren.

"Vieles klingt ähnlich, aber es gibt große Unterschiede in den jeweiligen Fachrichtungen", erklärt Schulsozialarbeiterin Heike Witzemann, Mitglied des Arbeitskreises 3 der Lauffener Agenda Jugend, die die Börse veranstaltet. Damit die Familien bis zu den Anmeldefristen der Schulen im Februar ausreichend Zeit für ihre Überlegungen hätten, habe man den Zeitpunkt der Veranstaltung jetzt gewählt, erklärt Achim Wanner von der Agentur für Arbeit.


Autor: Von Elke Khattab

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